grn Formaldehyd steckt nicht nur in Spanplatten

Das gasförmige Formaldehyd ist farblos, brennbar und riecht säuerlich-stechend. Leider ist es auch giftig und gilt mittlerweile als krebserregend. Dennoch ist es trotz seiner Schädlichkeit eine der wohl nach wie vor am vielfältigsten eingesetzten Substanzen. Formaldehyd findet sich in vielen Produkten, Baustoffen und Einrichtungsgegenständen als Bindemittel oder Konservierungsmittel wieder. So wird es in Formaldehyd haltigen Klebern für verleimte Holzwerkstoffe wie den Spanplatten und Korkplatten verwendet. Wer meint, die Küchenschränke aus Pressspan dünsten nach einer Zeit kein Formaldehyd mehr aus, der irrt. So lange noch Kleber vorhanden ist, also so lange wie die Schränke nicht zu Späne zerfallen, spaltet der Kleber Formaldehyd ab und gibt dieses an die Raumluft weiter.

Neben Spanplatten könne auch folgende Produkte Formaldehyd enthalten:
  • Dämmstoffe und Ausschäummaterial,
  • Farben, Lacke, Parkettsiegel,
  • Glas- und Steinwolle, Fasermatten,
  • Veredelungsmittel von Textilien und Teppichen,
  • Reinigungs-, Pflege- und Desinfektionsmittel,
  • Kosmetika, wie Nagelhärter und
  • Zigaretten- und Zigarrenrauch.
  • Auch als Emissionen von Gasherden kann Formaldehyd auftreten.

Formaldehyd kann nicht nur eingeatmet werden, sondern auch über die Haut aufgenommen werden. Es wirkt auf den Körper sensibilisierend und kann Allergien hervorrufen, ähnlich wie Schimmelpilze. Ferner wurde von Kehlkopfschwellungen, Lungenödemen, Nieren- und Leberschäden, Verätzungen und Schädigungen von Embryonen berichtet. Formaldehyd kann zu nicht heilbaren Schäden führen.

grn Bei Ihnen sollten die Alarmglocken schrillen, wenn Sie z.B. in einem Fertighaus wohnen und Ihnen zu Hause ein säuerlich-stechend-beißender Geruch um die Nase weht. Doch da Formaldehyd auch in noch nicht riechbaren Konzentrationen bereits schädlich ist, kommen wir auch auf Verdacht. Fragen Sie uns uverbindlich: 033055-74404. Wir messen nach.

grn PCB-haltige Flammschutzmittel schaden der Gesundheit

PCB, das ist die Abkürzung für polychlorierte Biphenyle. Zu ihnen gehören sehr unterschiedliche Verbindungen, bei denen es sich jedoch immer um chlorierte Kohlenstoffe handelt. 1998 wurde die Verwendung der PCB in Deutschland verboten. Doch als Altlasten finden sie sich noch heute in Wohnungen, Häusern und Büros.

Sie stecken als dauerelestische Fugenmasse zwischen den Baustoffen, als Flammschutzmittel und Weichmacher in Ummantelungen von Kabeln, in Klebern, Kunststoffen und als Flammschutz in Deckenplattenanstrichen. Außerdem fanden PCB als Kühl- und Isolierflüssigkeit in Kondensatoren und Transformatoren Anwendung und wurde als Schmierstoff und Getriebeöl verwendet. Die Chance, das man diese Stoffe im Innenraum noch heute findet, sind nach wie vor recht hoch.

Von Lehrern, die lange Jahre an einer Schule mit PCB-haltigen Deckenplattenanstrichen gearbeitet haben, wurden Symptome wie Chlorakne, Haarausfall, Lidschwellungen, Überpigmentierung der Haut, Störungen des Immunsystems, Leberfunktionsstörungen, Menstruationsbeschwerden, Müdigkeit, Juckreiz, Bronchitis und von einem allgemeinen Krankheitsgefühl berichtet.

Heute ist bekannt, das PCB sich im Körper anreichern und über die Muttermilch ans Baby abgegeben werden können. Wie toxisch PCB ist, ist abhängig von der jeweiligen Verbindung. Es ist jedoch bekannt, das sie die krebserzeugende Wirkung vieler Verbindungen verstärken. PCB können Schwangeren gefährlich werden, da sie auch im Verdacht stehen, hormonähnlich zu wirken. Außerdem schädigen sie das Immunsystem. Bei hohen Dosen können auch akute Gesundheitsschäden auftreten.

Intensives Lüften hilft als Sofortmaßnahme, stellt aber keine Dauerlösung dar. Außerdem gibt es erste Hinweise, das PCB auch über die Haut aufgenommen werden können.

grn Wir helfen Ihnen die Quellen ausfindig zu machen und durch ein passendes Sanierungskonzept die Gefahr für Ihre Gesundheit zu bannen. Nutzen Sie einfach unser Kontaktformular.

grn PAK lauern in schwarzen Klebstoffen unter Holzfußböden

Bis Ende der sechziger Jahre wurde Parkett wie Mosaikparkett oder Stabparkett u.a. mit in organischen Lösemittel gelöstem Steinkohlenteerpech verklebt. Der Vorteil dieser Kleber: die leichtere Zubereitung, Handhabung und der sparsame Verbrauch. Steinkohlenteer und Steinkohlenteerpech enthalten jedoch Polycyclische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK). Die PAK im Kleber gelten als Gefahrenstoffe und gefährden die Gesundheit.

grn Welche Krankheiten bzw. Symptome verursachen PAK in Immobilien?

PAK_Holzboden

PAK sind eine Gruppe von vielen Einzelstoffen. Die Leitsubstanz ist das Benzo[a]pyren, welches auch in allen PAK-haltigen Parkettklebstoffen zu finden ist. Benzo[a]pyren kann durch die Haut in den Körper gelangen oder eingeatmet werden.

PAK verusachen eine Reihe von gesundheitlichen Symptomen diese reichen von Kopfschmerzen bis zum Krebs. Nach geltendem Gefahrstoffrecht ist Benzo[a]pyren eingestuft als:
• krebserzeugend (K2-Stoff)
• erbgutverändernd (M2-Stoff)
• beeinträchtigend für die Fortpflanzungsfähigkeit für den Menschen (RF2-Stoff) sowie
• fruchtschädigend (RE2-Stoff).

grn Wo treten PAK-haltige Klebstoffe auf?

Die schwarzen Kleber finden sich z.B. unter:
Parkettstäbe auf Estrich, Teerpappe oder teerhaltige Unterlagsschicht geklebt,
Parkettstäbe auf Lagerhölzer genagelt, die auf Teerpappe liegen,
Holzpflaster nach DIN 68701 (GE) auf Teerpappe im Heißklebeverfahren verlegt.

grn Wenn Sie wissen, dass Sie ein mit PAK-haltigen Klebern verlegtes Parkett haben, oder z.B. eine schwarze Schicht Kleber im Fußbodenaufbau dies vermuten lässt, fordern Sie per Mail unsere kostenlosen Informationen an und oder rufen Sie uns unverbindlich an. Wenn Sie in Berlin, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern wohnen, beproben und analysieren wir auf Wunsch auch Ihren Fußboden.

Die Informationen über PAK im Holzkleber erhalten alle wichtigen Details, die Sie wissen sollten, um die sanierende Firma richtig beurteilen zu können, denn die Fakten, die darin stehen, sollte auch das ausführende Unternehmen beim Sanieren Ihres Fußbodens beachten, wenn der Klebstoffe mehr als 50 mg/kg Benzo[a]pyren enthält. Sie erfahren in den Infos:

  • alles zu Sanierung von PAK-haltigen Klebern,
  • wann das Parkett im Haus bleiben darf,
  • wie das Holzparkett entfernt werden muss,
  • wie die Gefahr für die Gesundheit einzustufen ist,
  • wie die Vergabe von Aufträgen erfolgt,
  • dass Anzeigepflicht für diesen krebserregenden Stoff besteht,
  • welche Schutzmaßnahmen und Anweisungen nötig sind,
  • alles zum Einrichten des Arbeitsbereich,
  • wie die Staubentwicklung beim Ausbrechen des Holzes, des Parketts oder Holzpflasters reduziert werden kann,
  • welche Schutzausrüstung (wie Schutzhandschuhe, Schutzkleidung und Atemschutz) für die Sanierung erforderlich sind,
  • wie Reparaturarbeiten kleineren Umfangs (weniger als 2 qm) durchgeführt werden und
  • welche Vorschriften und Regeln zum Tragen kommen

grn Fogging: Das Phänomen der schwarzen Zimmer

Seit ungefähr 10 Jahren wird von plötzlich auftretenden Staubablagerungen in Wohnräumen berichtet, ohne dass es eine erkennbare Ursache für dieses Phänomen gibt. Praktisch über Nacht färben sich die Ecken und Kanten einzelner Zimmer grau bis tief schwarz. Die Bewohner stehen ratlos in einer schwarzen Wohnung. Tapeten, Schränke, Gardinen, Fensterrahmen, Fliesen oder Einrichtungen sind innerhalb weniger Tage auf unerklärliche Weise schwarz geworden. Oft entsteht der Eindruck, als wäre im Wohnzimmer der Kamin verpufft oder im Schlafzimmer ein Lagerfeuer abgebrannt. Die dunklen Flächen verschmieren wie ein Ölfilm und sind selbst mit scharfen Reinigungsmitteln nur schwer zu entfernen. In diesem Zusammenhang sprechen Experten vom Fogging oder ‘Magic Dust’.

Die Gesundheit beeinträchtigt Fogging bislang nicht. Doch Baubiologen kennen eine ganze Reihe von möglichen Ursachen, die dazu führen können, das sich der schwarze Staub deutlich weniger ablagert oder sogar ganz vermeiden lässt. So zeigte sich z.B., dass von den Weichmachern zu den Paraffinen, vom Lack bis zur Farbe, vom Kleber bis zur Vinyltapete, all diese Stoffe und Schadstoffe am Fogging beteiligt sind.

grn Mailen Sie uns. Gerne senden wir Ihnen kostenlos das Interview mit dem Vorstand des VDB (Berufsverband Deutscher Baubiologen) Uwe Münzenberg zum Thema Fogging zu.

Im Interview finden sich Informationen über:

  • den Begriff Fogging, der aus der Automobilbanche stammt, wo der "klebrige Film" als Folge von Ausgasungen bereit lange bekannt ist
  • in welchen Wohnungen oder Häusern Fogging zu beobachten ist,
  • seit wann der schwarze Staub in der Wohnung auftritt
  • wann es am häufigsten zu den schwarzen Ablagerungen kommt,
  • wo in der Wohnung mit Fogging zu rechnen ist
  • Wie es zur der schwarzen Verfärbung von Decken und Wänden kommt,
  • woraus der schwarze Staub besteht
  • und was Betroffenen von Fogging zu raten ist.
grn Wenn Sie schwarze Ablagerungen in der Wohnung haben, die Eckbereiche oder Kantenbereich Ihres Wohnzimmers, Schlafzimmers oder Kinderzimmers grau bis schwarz gefärbt sind, die Winkel direkt in Ecken und Kanten jedoch heller sind (im Gegensatz zum Schimmel), dann leidet Ihre Wohnung wahrscheinlich unter dem schwarzen Staub. In diesem Fall können wir Ihnen bei der Suche nach den Ursachen des Foggings helfen und Sie so beraten, dass sie in der Lage sind, weitere schwarze Verfärbungen mit großer Wahrscheinlichkeit vermeiden zu können. Sie wohnen in Berlin, Brandenburg oder Mecklenburg-Vorpommern? Rufen Sie uns an: 033055-74404. Wir stehen Ihnen mit unserer Beratung, Analyse und Messtechnik zur Seite.

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Das Phänomen der schwarzen Wohnungen
Magic Dust - oder wie Schadstoffe plötzlich sichtbar werden

Seit ungefähr 10 Jahren wird von plötzlich auftretenden Staubablagerungen in Wohnräumen berichtet, ohne daß es eine erkennbare Ursache für dieses Phänomen gibt. Die Bewohner stehen ratlos in einer schwarzen Wohnung. Tapeten, Schränke, Gardinen, Fensterrahmen, Fliesen oder Einrichtungen sind innerhalb weniger Tage auf unerklärliche Weise schwarz geworden. Oft entsteht der Eindruck, als wäre im Wohnzimmer der Kamin verpufft oder im Schlafzimmer ein Lagerfeuer abgebrannt. Die dunklen Flächen verschmieren wie ein Ölfilm und sind selbst mit scharfen Reinigungsmitteln nur schwer zu entfernen. In diesem Zusammenhang spricht man von Fogging oder ‘Magic Dust’.

Interview mit dem Vorstand des VDB (Berufsverband Deutscher Baubiologen) Uwe Münzenberg zu diesem Phänomen.


 


Sind die plötzlichen Staubablagerungen in Wohnungen sind neue Erscheinung?

 

Nein, es gibt bereits Berichte aus den 70.er Jahren über plötzlich auftretende Staubablagerungen. Quasi über Nacht wurden Wohnungen schwarz, ohne daß man eine Erklärung fand. Das Phänomen der "schwarzen Wohnung" ist allerdings in den letzten Jahren häufiger zu beobachten. Und über die Ursachen wird in Fachkreisen lebhaft und leidenschaftlich diskutiert. Ein Begriff der gerne verwendet wird, ist der von der Automobilbranche geprägte Begriff „Fogging“. Man bezeichnete damit das Bilden eines "klebrigen Films" in Neufahrzeugen als Folge von Ausgasungen schwer flüchtiger Kunststoffbestandteile, die sich z.B. an der Innenseite der Windschutzscheibe ablagern und dort zu einem klebrigen Belag führen können. Ähnliches kann auch immer wieder bei neuen Schränken beobachtet werden. Ausgasungen aus Möbelstücken führen auf Gläsern, z.B. in einer Vitrine, zu einem milchigem Belag.

Ich könnte mir vorstellen, daß Behörden solche magischen Zusammenhänge nicht gerne hören. Aber was ist der gemeinsame Faktor?

Einigkeit besteht lediglich , darin daß es sich nicht um "normale" Verschmutzungen handelt. Die nicht erklärbaren an Wänden und Oberflächen bilden sich nicht über Jahre, sondern treten "spontan"innerhalb von wenigen Tagen bis Wochen auf.

Was kann man über die möglichen Ursachen aussagen?

Die Zeitschrift Öko-Test vermutete im Januar 1997, daß Hilfsstoffe aus lösemittelfreien Dispersionsfarben für den schwarzen Belag mitverantwortlich sind. Dr. W. Melzer vom chemischen Labor Bremen meint nach 20 Jahren Fogging-Erfahrung, daß kunststoffhaltige Gegenstände, Tapeten und Teppiche beteiligt seien. Der TÜV Hannover gibt zu bedenken, daß noch keine einheitliche Ursache gefunden wurde, die auf allen Fälle zutrifft.. Das Bundesumweltamt geht davon aus, daß viele Faktoren puzzleartig zusammenkommen müssen. Dieser Umstand scheint typisch für das Phänomen Fogging. Das Bundesumweltamt spricht in diesem Zusammenhang daher auch von "persönlichem" Pech der Betroffenen.

In den letzte Jahren nahmen die gemeldeten Fälle zu. Sind diese in irgendeiner Form einmal erfaßt worden, auch wenn man davon ausgehen kann, daß es eine hohe Dunkelziffer gibt?

Das Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene des Bundesumweltamtes führte 1996 eine erste Bestandsaufnahme durch. Es registrierte die ihm bis dahin ihm bekannt gewordenen Fälle und machte im Umweltmedizinischen Informationsdienst auf dieses "Staubphänomen" aufmerksam. Daraufhin gingen zahlreiche weitere Anfragen ein und verschiedene Thesen wurden zur mutmaßlichen Entstehung der Ablagerungen. 1997 ist in einer zweite Publikation von Moriske nochmals der aktuelle Sachstand zusammengefaßt worden. Es startete eine Fragebogenaktion, mit der versucht werden sollte, die auftretenden Fälle nach einem einheitlichem Muster zu dokumentieren und zentral zu sammeln.

Und die Auswertung..

Bei der Auswertung der Fragebogenaktion war auffällig, daß es beim Auftreten der Schwarzfärbungen in Wohnungen gemeinsame Gesichtspunkte gibt, ebenso aber auch individuelle Unterschiede. Die häufigsten Gemeinsamkeiten waren das Erscheinen des Phänomens mit Beginn der Heizperiode und nach Durchführung von Renovierungsarbeiten. Die Staubablagerungen sind, in 92% der Fälle, während der Heizperiode aufgetreten. In 86 % der Fälle waren die Wohnungen zuvor renoviert worden bzw. wurden als Neubauwohnungen bezogen.

Aus meiner Erfahrung kann ich noch ergänzen: Der verständlicherweise naheliegende Verdacht, es könnten Rußablagerungen von Öfen, Kaminen, Lüftungsanlagen, Räucherstäbchen, Kerzen oder die Folge von starkem Rauchen sein, konnte meistens widerlegt werden. Typisch in diesem Zusammenhang ist, daß die Schwärzung auch in Abwesenheit der Bewohner, z.B. während des Urlaubs, aufgetreten sind. Der Belag entsteht unabhängig davon, ob im Raum geraucht wird oder nicht. Die Art der Heizung (Zentralheizung, Fußbodenheizung, Gebläse...) hat keinen entscheidenden Einfluß auf das Foggingproblem.

Aber dann muß es doch mit einem Einfluß zu tun haben, welcher von Außen in die Wohnungen kommt. Meinetwegen durch Tiefgaragen, Schornsteine, Verkehr oder ähnliches?

Typisch für das Phänomen ist auch, daß in einem Mehrfamilienhaus oder in einem Wohnkomplex mit baugleichen Wohnungen, oft nur eine betroffen ist. Ein Außeneinfluß kann deswegen ausgeschlossen werden.

Woraus bestehen die schwarzen Ablagerungen?

Wir habe die schwarzen Partikel unter anderem auch mit dem Lichtmikroskop und dem Röntgenmikroskop untersucht. Die Ergebnisse decken sich nicht in allen Fällen. Die Untersuchungen gestalten sich extrem schwierig da, von den schwarzen Niederschlägen einfach zu wenige Material zur Verfügung steht. So hartnäckig es auch zu entfernen ist und so spektakulär es auch in den Betroffenen Wohnungen aussieht, der schwarze Film selbst ist nur einige Molekularstärken dick und dies gestaltet die Probenahme und die Analytik so schwierig.

Was ist Ihre Meinung zur Ursache des Phänomens?

Man tappt immer noch im Dunkeln was den auslösenden Effekt angeht. Wie so oft sucht man nach einer allgemeingültigen Erklärung, die es wahrscheinlich gar nicht gibt. Es müssen zwei Fragen beantwortet werden:
  1. Woher kommen die schwarzen Partikel?
  2. warum kleben diese so hartnäckig auf den Oberfläche, so daß selbst Textilien nur schwer zu reinigen sind.

Aus meiner sind einige wesentliche Bausteine schon beschreibbar. Zum einen hat der typiche Magic Dust ursächlich wenig mit erhöhtem Staubaufkommen zu tun. Es macht wenig Sinn, immer wieder nach einer ominösen Staubquelle zu suchen. Eher haben wir es mit einem Effekt zu tun der normal sichtbare Schadstoffbelastunngen sichtbar macht.

Was sind die wesentlichen Faktoren?

Schwerer flüchtige organische Verbindungen mit einem Siedepunktsbereich zwischen 250 bis ca. 450 °C gasen besonders bei frisch renovierten und neu eingerichteten Wohnräumen aus Einrichtungen, Oberflächenbeschichtungen oder Baumaterialien aus und lagern sich anschließend durch Kondensation wieder auf kälteren Oberflächen ab. Entscheidend ist sicherlich, daß die Gruppe der Innenraumschadstoffe sich in den letzten 10 Jahren entscheidend verändert hat. So wurden stark lösemittelhaltige Oberflächenbeschichtungen durch „Blaue Engel“ Produkte abgelöst. Diese geben ihre flüchtige Verbindungen zwar nur in kleineren Mengen frei, dafür gasen Sie aber über einen längeren Zeitraum aus. In diesem Zusammenhang findet man daher in Wischproben, welche auf den betroffenen Flächen durchgeführt wurden, vorzugsweise langkettige Alkohole, Glykolverbindungen, Carbonsäuren, Aliphaten, und Phthalate.

Und ich vermuten nun, daß der verminderte Luftaustausch gerade in der Heizperiode die Schadstoffkonzentrationen ansteigen läßt - zu diesem Zeitpunkt tritt das Phänomen ja bevorzugt in Erscheinung?

Genau! Dies führt dazu, daß diese Substanzen nicht genügend abgelüftet werden. Sie kondensieren an Oberflächen wie z.B. Fensterscheiben, Wänden und Kacheln aber auch an Textilien. Dabei spielt die jeweilige Oberflächentemperatur eine wichtige Rolle. Je größer die Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Oberfläche ist, desto besser kondensieren diese Verbindungen daran. Wärmebrücken und starke Temperatursprünge forcieren das Problem. Um diesen Vorgang zu simulieren, wurde beim TÜV Nord eine mobile Probenahmevorrichtung entwickelt, mit der mittel- und schwerflüchtige Schadstoffe, welche aus Baumateriatien -oder Einrichtungsgegenständen ausgasen. An einer gekühlten Glasoberfläche werden mittel- und schwerflüchtige Schadstoffe aus der Raumluft abgeschieden nen.

Aber ich kann noch nicht erkennen, weshalb die Wohnungen schwarz werden?

Zuerst versuchte man herauszufinden woher denn nur die vielen schwarzen Partikel kommen, welche auf den Oberflächen kleben. Dabei handelt es sich nach unseren Untersuchungen um ganz normalen ubiquitär vorkommenden Hausstaub. Den Effekt der eigentlichen Schwärzung kann man sich nun in folgender Weise vorstellen. Nach Freisetzung in die Raumluft können sich die erwähnten Verbindungen aufgrund ihrer physikalischen Eigenschaften an vorhandene Schwebstaubpartikel anlagern. Dies führt "Zusammenbacken" kleinerer Staubpartikel zu größeren Partikelkonglomeraten. Durch elektrostatische Aufladung der Partikel wird dieser Prozeß noch beschleunigt.

Aber wie kommt es denn nun zur magische Schwärzung?

Der eigentliche Vorgang des "Schwärzens" entsteht durch die Ablagerung des luftgetragenen Feinstaub, auf dem sich bildenden "klebrigen, öligen Film" von schwererflüchtigen Verbindungen. Ich glaube, daß der schwarze Magic Dust erst durch eine Art Quellung auf der Oberfläche entsteht. Wir alle kennen diesen Effekt. Ttrockener Hausstaub ist Grau. Wischt man ihn feucht mit einem weißem Tuch ab, ist dieses schwarz! Es dürfte sich also nicht um eine Ablagerung von schwarzen Partikeln handeln.

Geben die Stellen, an dehnen sich das Phänomens bildet, einen Hinweis auf die Ursachen?

In den betroffenen Wohnungen kann man in der Regel erkennen, daß Ablagerungen besonders dort zu sehen sind, wo Oberflächen direkt von der Raumluft angeströmt werden. So sind die Verfärbungen über Heizkörpern und Lampen oberhalb von Teppichleisten oder an schmalen Lücke, wo das Bett an der Wand steht, am stärksten. An Stellen, an denen keine starke Luftbewegung stattfinden kann, z.B. im schmalen Spalt der Ecken, ist kaum Fogging feststellbar, weswegen sich diese auch charakteristisch hell abzeichnen.

Ich könnte mir vorstellen, daß sich nur ein Bruchteil der Betroffenen meldet, aus Scham, daß man ihnen eine nachlässige Haushaltsführung vorhält.

Das ist nach meinen Gesprächen mit den Betroffenen, neben der Befürchtung vor einer Gesundheitsschädigung, auch mit das größte Problem. Viele trauen sich schon keinen Besuch mehr in ihre Wohnung zu laden, weil sie nicht wissen, wie sie ihren Bekannten und Freunden die Verfärbungen erklären sollen.

Was kann man den Betroffenen raten?

Leider gibt es zu fast jedem "vermeintlich eindeutigen" Fall bisher auch ein Gegenbeispiel, das uns vor Augen führt, wie komplex der Sachverhalt sich darstellt. Wir können eben noch nicht erklären, was diesen Prozess letztendlich in Gang setzt und warum ausgerechnet die eine Wohnung und nicht die Nachbarwohnung betroffen ist, obwohl Wohnverhalten, Ausstattung und Bauart augenscheinlich identisch sind. Wir werden trotzdem versuchen vom Berufsverband individuelle Hilfe für die Betroffenen zu Organisieren. Immerhin geht es ja neben der Abwendung einer möglichen Gesundheitsgefahr auch um einen nicht unbedeutenden finanziellen Schaden. Ein Rechtsstreit zwischen Mieter und Vermieter, zwischen Bauträger und Käufer ist in der Regel bedrohlich Nahe. Da sich selbst jeder als Opfer und keiner auf dem Schaden sitzen bleiben möchte. Juristisch kann der Sachverhalt jedoch sehr unterschiedlich ausgehen. Hier ist es unbedingt erforderlich das man sich vorher von uns beraten läßt.


Literatur :

  • Maes, Wolfgang: Wohnung und Gesundheit Nr. 83 (6/97)
  • AGÖF (Hrsg.): Gebäudestandard 2000: Energie & Raumluftqualität, Springe 1998
  • SCHOLZ, H., A. QUOST und H. SANTL: Fogging in Innenräumen - ausgewählte Fallbeispiele. Posterbeitrag, AGÖF-Kongreß, Fulda (1997)
  • BAUMANN, W. und A. MUTH (Hrsg.): Farben und Lacke. Springer Verlag, Heidelberg (1997)
  • MORISKE, H.-J.: (Plötzliches) Auftreten von Staubimmissionen in Wohnungen. Umweltmedizinischer Informationsdienst. Umweltbundesamt. Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, Heft Nr. 3 (1996) 29 - 32
  • MORISKE, H.-J.: Plötzliche Staubimmissionen in Wohnungen: Neue Aspekte, Fragebogenaktion. Umweltmedizinischer Informationsdienst. Umweltbundesamt. Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene, Heft Nr. 1 (1997) 15 - 19
  • MORISKE, H.-J.: Plötzliche Staubablagerungen in Wohnungen Auswertung der Fragebogenaktion aus UMID 1/1 997. Umweltmedizinischer Informationsdienst. Umweltbundesamt. Institut für Wasser-, Boden- und Lufthygiene (1998) 28 - 30
  • Römpp Chemie-Lexikon. Hrsg.: j. FALBE und M. REGITZ. Georg-Thieme-Verlag, Stuttgart, 9. Auflage (1995)
  • WEISHEIT, W.: Schwarze Schmiere aus dem Heizofen. Umschau 89(1980)730
  • WOLLRAB, 0.: Verschmutzungen in Altbauwohnungen durch Ausdunünstungen von Ammoniumsalzen aus den Schornsteinen. Bericht des Instituts für Schadensforschung der öffentlich rechtlichen Versicherer e.V., Kiel (1992)

grn Sachverständigenbüro für Schadstoffe in Innenräumen

Als Sachverständige für Baubiologie untersuchen wir auch Schadstoffe im Innenraum. Hier erfolgen Probenahmen des Hausstaubs oder der Luft. Es können chemische Stoffe wie Biozide, Holzschutzmittel, Lösemittel, PAKs oder Formaldehyd aus Möbeln wie einem Bett, einer Matratze, aus Bodenbelägen, Lacken, Farben, Kleber und vielem mehr gemessen werden. Die Analyse selbst erfolgt in einem Labor. Als Ergebnis erhalten Sie ein Gutachten und - das zeichnet die Baubiologie aus – eine Empfehlung zur gesundheitlich unbedenklichen Sanierung.

Durch neue Baustoffe gelangen immer mehr Stoffe, die als Umweltgifte wirken, in unsere Wohnungen. Diese können (un-)spezifische Symptome und ernste Krankheiten hervorrufen, die von einer Allergie bis zu einer regelrechten Vergiftung reichen. Die Wohnung ist durch den Daueraufenthalt in ihr zur dritten Haut geworden. Sie braucht deshalb die richtige Pflege.

So wie bei falscher Pflege unangenehme Gerüche bei Mensch und Tier, Schuhen und Kleidung entstehten können, können diese auch im Haus auftreten. Doch das ist nicht nur eine Sache der Sauberkeit. Baustoffe, Einrichtungsgegenstände und auch Putzmittel haben ihren Eigengeruch, bedingt durch die Inhaltsstoffe. So haben beispielsweise Pressspan-Platten einen ganz spezifischen Geruch, so wie Kleber, Lacke oder Farben ihre charakteristischen Ausdünstungen an die Raumluft abgeben. Auch Schimmel hat seinen eigenen modrigen Geruch. Gerüche im Haus oder im Büro können also einer geschulten Nase eine ganze Menge über eventuell vorhandene Schadstoffe aussagen. Doch eine stichhaltige Aussage kann letztlich nur eine Raumluftanalyse geben.

grn Fragen? Lesen Sie in den Unterrubriken. Oder fehlen Ihnen an dieser Stelle Informationen über bestimmte Schadstoffe? Dann wenden Sie mit Ihrem Wunsch direkt an uns. Auch stehen wir Ihnen am Telefon mit Rat und Tat zur Seite unter 033055-74404.

grn Wir kommen für eine Analyse der Raumluft zu Ihnen, wenn Sie in den Bundesländern Berlin, Brandenburg un Mecklenburg-Vorpommern wohnen oder arbeiten. Dazu zähen unter anderem die Städt: Berlin-Mitte, Bad Doberan, Barnim, Bernau, Buch, Buchholz, Charlottenburg, Dahme - Spreewald, Demmin, Eberswalde, Eisenhüttenstadt, Falkensee, Frankfurt-Oder, Friedrichshain, Fürstenwalde, Gesundbrunnen, Greifswald, Grunewald, Güstrow, Halensee, Havelland, Heinersdorf, Hellersdorf, Hohenschönhausen, Köpenick, Kreuzberg, Lankwitz, Lichtenberg, Lübben, Luckenwalde, Ludwigsfelde, Ludwigslust, Mariendorf, Märkisch-Oderland, Marzahn, Mecklenburg - Strelitz, MekPom, Müritz, Neubrandenburg, Neukölln, Neuruppin, Nordvorpommern, Oberhavel, Oder-Spree, Oranienburg, Ostprignitz - Ruppin, Pankow, Parchim, Potsdam - Mittelmark, Prenzlau, Prignitz, Rathenow, Reinickendorf, Rostock, Rudow, Rügen, Schmagendorf, Schöneberg, Schönhausen, Schwedt, Schwerin, Spandau, Steglitz, Strahlsund, Straußberg, Tegel, Teltow-Fläming, Tempelhof, Treptow, Ucker-Randow, Uckermark, Wannsee, Wedding, Weissensee, Wilmersdorf, Wittenau, Wittenberge, Zehlendorf, und alle anderen Gemeinden, Orte und Städchen in dieser Region.